Beschreibung
Etwa 99 % des Kalziums im Körper befinden sich in den Knochen und Zähnen. Das Skelett kann als zugänglicher Speicherort für Kalzium dienen. Phosphor ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Knochen, denn Knochen bestehen zu 14 % aus Phosphor. Beide sind also wichtig für die Festigkeit des Skeletts, gesunde Knochen und das Knochenwachstum. Darüber hinaus haben sie natürlich jeweils ihre eigene Funktion.
Kalzium
Calcium wird für die Muskelkontraktion benötigt. Beim Pferd spielt Magnesium eine Rolle bei der Muskelentspannung. Zusammen sind sie für eine gute Muskelfunktion unerlässlich. Kalzium wird im Dünndarm mit Hilfe von Parathormonen und Vitamin D aufgenommen. Pferde können Kalzium aus den Knochen abbauen; eine Stute in der Laktation kann so einen Teil ihrer Kalziumreserven für die Milch aufbrauchen.
Kalziummangel kann durch einen akuten Anstieg des Bedarfs entstehen oder wenn über einen längeren Zeitraum eine unzureichende Menge gefüttert wird (chronischer Mangel). Bei Kalziummangel können folgende Anomalien auftreten: Lahmheit, Skelettverformungen, Osteoporose (Knochenschwund), Knochenbrüche und Störungen des Nervensystems. Bei einem Kalziumüberschuss kann es zu Muskelschwäche und brüchigen Knochen kommen.
Bei Pferden wird eine Absorptionseffizienz aus dem Futter von 50 % zugrunde gelegt. Bei jungen Pferden kann dieser Wert bis zu 70 % betragen, er nimmt jedoch mit zunehmendem Alter des Pferdes ab. Die Kalziumabsorption hängt von vielen Faktoren ab, so dass spezifische Absorptionsraten schwer zu ermitteln sind.
Phosphor
Phosphor ist nicht nur für das Knochenwachstum unerlässlich, sondern spielt auch eine wichtige Rolle als Bestandteil von Adenosindi- und -triphosphat (ADP und ATP). Diese dienen als Energiequellen für alle Zellen und Körperprozesse. Darüber hinaus ist Phosphor an der DNA-Produktion und als Bestandteil der Zellmembranen beteiligt.
Phosphormangel verursacht Symptome wie Muskelschwäche und Muskelzittern. Darüber hinaus kann Phosphormangel die Fähigkeit des Pferdes beeinträchtigen, den Energiebedarf zu regulieren, und zu hohen Glukose- und Fettwerten im Blut führen. Ein Mangel an Kalzium, Phosphor und Magnesium kann bei jungen Pferden zu einer fehlerhaften Knochenbildung führen.
Fohlen haben weniger Kalzium in ihren Knochen, weshalb das Fohlenfutter einen hohen Gehalt an Kalzium und Phosphor aufweisen muss.
Verhältnisse und Wechselwirkungen
Ein Überschuss an Kalzium im Verhältnis zu Phosphor und Magnesium beeinträchtigt den Prozess der Knochenbildung. Das ideale Calcium-Phosphor-Verhältnis beträgt 2:1, bei jungen Pferden 1,5:1. Das ideale Calcium-Magnesium-Verhältnis liegt bei 2-3:1.
Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit zwischen Kalzium und Magnesium nutzen beide Ionen die gleichen Aufnahme- und Transportmechanismen im Körper. Eine Ration mit hohem Kalzium- (und Phosphor-) Gehalt verringert die Verwertung von Magnesium aus dem Futter. Ein Überschuss an Calcium in der Nahrung führt daher zu Magnesiummangel. Besonders bei Fohlen muss im Zusammenhang mit der Knochenbildung besonders auf die Magnesiumversorgung geachtet werden.